Hier finden Sie einen Überblick über unsere laufenden Projekte.
Besucherzentrum
Auf über 100m² Ausstellungsfläche erhalten unsere Besucher einen Überblick über die Großschutzgebiete Brandenburgs und ganz speziell über den Naturpark Westhavelland, dessen Landschaft wie keine andere von den alljährlichen großen Vogelzügen im Frühjahr und Herbst und von der Havel selbst geprägt ist. Bei uns erfährt man etwas über Flussauen und Flussrenaturierung, Fische und Fischer, Zugvögel und Zugzeiten, Kirchen, Kaffenkähne und das Leben in der Region. Sie können auch an einem Modell Havelhoch-, Mittel- und Niedrigwasser simulieren. Oder Applaus bekommen: an einer Touchbox, die in die interessante Welt der Vögel entführt und auf spielerische Art und Weise Ihr Wissen testet oder Sie einfach nur informiert.

Feuchtwiesen
Intakte Wiesen und Weiden bieten für unzählige Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum. Orchideen, Wiesenschaumkraut, Braunkehlchen, Uferschnepfen und Aurorafalter sind nur wenige Arten, welche auf der Feuchtwiese vorkommen. Durch die naturschutzgerechte Nutzung auf ca. 180ha Flächen im Naturpark Westhavelland, leisten wir auch in diesem Bereich einen Beitrag zum Arterhalt. In Zusammenarbeit mit Landwirten werden die Arbeiten abgestimmt und ausgeführt. In ganz sensiblen Bereichen (z. B. Streuobstwiesen) erfolgen auch noch die Mahd und das Beräumen der Fläche von Hand.

Streuobstwiesen
Das 2. Milower Blütenfest auf der Nabu- Streuobstwiese
MILOW - Drei junge Zwergzebu-Kälber sind die „Naturschutzhelfer“ auf der Streuobstwiese des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Milow. Die ursprünglich in Indien gezüchtete Hausrindrasse hält das Gras zwischen den Halbstamm-Obstbäumen kurz. Streuobstwiesen sind wichtige Lebensräume für Vogelarten (Steinkauz), Insekten und kleine Säugetiere. Gerade die Vögel brauchen kurzgrasige Flächen.
Am Samstagnachmittag hatte der Regionalverband Westhavelland des Nabu zusammen mit der Naturwacht zum 2. Blütenfest in die bis 1993 betriebene Gärtnerei Kelb geladen. „Nachdem der 1. Apfeltag im Herbst 2009 so gut ankam, haben wir beschlossen unsere Streuobstwiese auch im Frühjahr mit einem kleinen Fest für Interessierte zu öffnen“, so Tino Wachowiak, 1. Vorsitzender des Regionalverbands. 2009 pachtete der Nabu die rund 1,5 Hektar große Fläche. Fünfzig Apfel-, Birnen-, und Quittenbäume (bis zu 120 Jahre alt) sowie 35 Sauer- und Süßkirschbäume bilden den Altbestand. Nach Beräumung des Geländes wurden in den letzten beiden Jahren 40 junge Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume angepflanzt. Die alten Sorten aus einer Baumschule in Nauen erhalten die Vielfalt. Unter den Birnen befinden sich die „Gute Luise“ oder die „Köstliche von Charneu“. „Kaiser Wilhelm“ und „Prinz Albrecht“ gehören zu den Adligen unter den Apfelsorten. Übrigens förderten die preußischen Könige mit Erlässen die Anpflanzung von Obstbäumen in den Bauerngärten der Mark zur Versorgung der Bevölkerung.
Die Äpfel – im letzten Jahr sechs Tonnen – werden in den Mostereien „pressbar“ (Hohenofen) und in Ketzür schonend kaltgepresst zu Saft verarbeitet und fördern somit regionale Wirtschaftskreisläufe. Die unterschiedlichen Sorten machen die Geschmacksvielfalt der Säfte aus. „Der Gasthof Milow wirbt mit unserem Apfelsaft auf der Speisekarte für regionale Produkte“, schilderte René Riep, Geschäftsführer des Nabu Westhavelland. „Den Saft gibt es auch im Besucherzentrum des Naturparks in Milow und wird gern von Touristen mitgenommen“, so Riep weiter.
Christoph Steinhauer von der „pressbar“ verkaufte Saft und Honig am eigenen Stand und schloss noch einen Aufruf an: „Wir brauchen dringend Obst. Wir holen die Früchte auch gern bei den Bürgern ab.“ Zwischen September und November können die Havelländer ihr Kernobst in der „pressbar“ zu Saft verarbeiten lassen ( 03 39 70/5 00 45). „Jeder bekommt genau den Saft aus seinen Früchten mit nach Hause“, so Steinhauer.

Das sommerliche Wetter lockte vor allem viele Milower zum Fest an. Gertrud Pitsch war mit ihren Freundinnen das erste Mal da. „Wir kennen noch die Gärtnerei Kelb, die hier Gemüse und Blumen züchtete. Es ist interessant, dass das Gelände nach fast 20 Jahren wieder genutzt wird“, so Pitsch, die unter den blühenden Bäumen bei Kaffee und Kuchen entspannte.
Esel Albert begrüßte die Gäste mit lautem „I-a“ und war der Anziehungspunkt für die Kleinen. Die Besucher konnten sich am Infostand der Naturwacht als auch bei Mitarbeitern des Instituts für Kommunikation und Wirtschaftsbildung (IKW) über die Fortschritte der Arbeiten informieren. Das IKW legte einen Bauerngarten mit Gemüse, Obst und Kräutern an. Bereits das vierte Mal war Günther Lemme aus Rathenow da. „Ich verfolge interessiert die Arbeit des Nabu auf der Streuobstwiese und auch dafür was damit vermittelt wird“, erzählte der 87-jährige Ruheständler. Zu DDR-Zeiten Berufsimker, legte Lemme in Bamme auf elf Hektar einen Bienenpark an.
Gegen den Hunger auf Herzhaftes bot Uwe „Herti“ Hertwig Bockwurst und Bratwurst aus Zebufleisch an. Mit zwei Dutzend Zwergzebus, Skudden und Minischweinen betreibt Hertwig in Marquede Landwirtschaft und einen Hofverkauf mit Produkten der selbst geschlachteten Tiere ( 0 33 81/33 35 45). (Von Uwe Hoffmann)
Dornröschen wird wachgeküsst Naturschutz Nabu will Streuobstwiese in Milow dauerhaft für Projekte nutzen / Nächste Woche wird geerntet ...mehr
Auf seiner Festveranstaltung hat der NABU RV zur Abgabe von Althandys aufgerufen. Die Teilnehmer sind dem gefolgt und wir konnten insgesamt 105 Handys für das Havelprojekt sammeln. Die Telefone sind bereits auf dem Wege zur Verwertung.
Die Spendensumme geht an das Havelprojekt. 
1. Milower Apfeltag ... mehr
Kopfweiden
Durch Veränderung der Flächennutzung, Flurbereinigungen und Nutzungsaufgaben sind die alten, ökologisch wertvollen Kopfweidenbestände an vielen Feldwegen und Gräben gar nicht mehr oder nur vereinzelt vorhanden. Die Mitglieder des NABU pflegen diese nun schon seit Jahren im Havelland. In den typischen Gebieten des Landkreises wurden in Arbeitseinsätzen wieder neue Kopfweiden gepflanzt. Sie sind zum Leben und Überleben für einige Arten sehr wichtig, z. B. für Höhlenbrüter sowie für unzählige Kleintiere wie Käfer, Libellen, Schmetterlinge, Zikaden, Hornissen und Schlupfwespen.

Fledermausquartiere
In den letzten Jahren hat der NABU 20 ehemalige Militärbunker übernommen. Diese dienen den Fledermäusen als Tageseinstände und Winterquartiere. Viel Energie und Arbeit musste aufgebracht werden, um die Bunker vor unbefugtem Betreten zu sichern. An den Decken und Wänden wurden Haltemöglichkeiten geschaffen, sowie durch das Einbringen von Wasser für die nötige Luftfeuchtigkeit gesorgt. Diese benötigen die Fledermäuse damit während des Winterschlafes die Flughäute nicht austrocknen. Von den in Deutschland vorkommenden 20 Arten konnten im Havelland insgesamt 13 Arten nachgewiesen werden. Darunter auch die Mopsfledermaus als eine besonders zu schützende Art.

Turmstationen
Turmstationen sind ehemalige Türme der Energieversorgung. In den Türmen werden Nisthilfen für Schleiereulen angebracht. Der NABU betreut zurzeit 38 dieser ehemaligen Trafohäuser der Energieversorgung. Auch z. B. Störche nisten dort. Die Türme gehören seit fast 100 Jahren in das Orts- und Landschaftsbild unserer Region. Auch der Erhalt dieser Gebäude gehört neben dem Ausbau zu unseren Aufgaben.
Mit Unterstützung des IKW Rathenow, konnte am 19.03.2010 die Sanierung des 1921 erbauten Trafoturmes in Buckow/Großwudicke abgeschlossen werden. Mit dem Anstrich von Fassade und Türen ist die Sanierung komplett. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Sponsoren und freiwilligen Helfern bedanken. durch die Unterstützung der Buckower Helfer und Mitglieder des NABU Westhavelland wurde die Sicherung des Turmes möglich. Für die abschließenden Arbeiten bekamen wir unbürokratische Unterstützung vom IKW Rathenow, ein langjähriger Partner in Sachen Umweltprojekte. Auf dem Foto sehen Sie die "Malerbrigade" mit Robert Dienebier, Marcel Raytscheff, Rene Riep und Christian Möller (v.l.n.r.) 
